Okutoobafesuto

Heute hatte ich ein Erlebnis der besonderen Art: Mit Arbeitskollegen war ich auf dem Oktoberfest im Hibiya-Park. Schon die Kulisse beeindruckt: Umgeben von 20stoeckigen Hochhäusern und Edelhotels ein winziger Park. Darin einige Fressbuden und Bierbänke und ein Zelt-Pavillon. Es gibt Weisswürste, Bratwurst mit Sauerkraut, Nürnberger Würstchen (Warum die hier "Antje" genannt werden, weiss Gott allein) und natuerlich Bier, Asahi und Loewenbräu, Die Stimmung ist super, auf der Bühne steht eine deutsche Blasmusik-Kapelle,
bestehend aus 3 kernigen Bayern in Lederhosen, zwei Schnecken im Dirndl - Auswahlkriterium war ohne Zweifel die Oberweite und das Blondhaar - und einer ältlichen Jodlerin. Unterstützt werden sie von zwei japanischen Moderatorinen, auch im Dirndl. Blasmusik und Kuglockenspiel treiben das Publikum fast zur Raserei, und die Moderatorinen bitten immer wieder darum, man solle doch "yukkuri" (langsam) machen. In den Musikpausen dürfen wir Karaoke machen - auf der Videoleinwand wird "Ein Prosit der Gemütlichkeit - eins, zwei, drei, Gsuffa" eingeblendet, mit japanischen Untertiteln und Übersetzung.
Höhepunkt des Abends ist ohne Zweifel die Polonaise durchs Bierzelt. Irgendwann packt mich jemand von hinten und zieht mich mit ins Getümmel. Widerstand ist zwecklos, ich laufe mit. Prost!
Der Ausschank und das Fest enden um halb zehn, und wieder einmal kann ich die japanische Disziplin bewundern. Wo gerade noch wild getanzt wurde, sind alle innerhalb von Minuten friedlich auf dem Heimweg.

1 Comments:
Holà Jochen, na, da geht's ja richtig zünftig zu, ich fahre übermorgen zum "richtigen" Oktoberfest nach München ;-)
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Viel Spaß, und ich werde eine treue Leserin Deines Blogs sein, das hört sich recht lustig an, was du dort so erlebst.
Viele Grüße,
Eva
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